An den Krawallen von Hansa-Rostock-Anhängern beim Drittligaspiel in Aachen soll auch ein Polizeibeamter aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt gewesen sein. Das Innenministerium in Schwerin bestätigte dem NDR entsprechende Informationen. Gegen den Betroffenen soll ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden.
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) zeigte sich schockiert. Dass ein Polizeibeamter aus Mecklenburg-Vorpommern an den Vorfällen in Aachen beteiligt gewesen sein soll, sei völlig inakzeptabel. So etwas beschädige nicht nur das Ansehen der Polizei, sondern auch das Vertrauen der Bürger in die Sicherheitskräfte.
Bei der Partie am 16. März hatten Fans von Hansa Rostock im Aachener Stadion rund 700 Sitzschalen herausgerissen und Toiletten verwüstet. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro.
„Der Schaden ist wirklich enorm, das hat nichts mit Fußball zu tun. Das ist jetzt das erste Mal in diesem Ausmaß vorgekommen, einen größeren Schaden hatten wir noch nicht“, sagte Aachens schockierter Geschäftsführer Sascha Eller und kündigte an, die Rechnung nach Rostock zu schicken.
„Es kotzt uns nur noch an“
Nach den Vorfällen von Aachen kündigte Hansa an, die Maßnahmen gegen die vielen Chaoten in den eigenen Reihen zu verschärfen. „Es kotzt mich beziehungsweise uns einfach nur noch an, dass wir fast wöchentlich mit Themen wie zerstörten Toilettenanlagen oder anderem Inventar beschäftigt sind“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Eggert: „Auch in der Fanszene des FC Hansa Rostock schlägt dieses Thema hohe Wellen und wir sehen sehr klar, dass nahezu jeder die Ernsthaftigkeit der Situation erkennt. Es besteht kein Zweifel daran, dass hier und jetzt Schluss sein muss.“
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