Erst die Sorgen um Kapitän Julian Köster, jetzt das Aus in der European League: Der VfL Gummersbach erlebt niederschmetternde Tage. Bundesliga-Konkurrent MT Melsungen dreht das Duell um den Einzug ins Viertelfinale.

Der VfL Gummersbach hat den Sprung ins Viertelfinale der European League verpasst. Im deutsch-deutschen Duell der Handball-Bundesligisten setzte sich die MT Melsungen in einem intensiven Playoff-Rückspiel mit 29:25 (14:13) durch. Das reichte nach der Hinspiel-Niederlage mit 29:26 (15:13), um doch noch die Oberhand zu behalten.

Für Gummersbach ist es die zweite schlechte Nachricht nach dem Aus von Kapitän Julian Köster. Dieser hatte sich wegen einer "akuten Infektion" im Knie einer Notoperation unterziehen müssen. Der 25-jährige Nationalspieler wird mehrere Wochen fehlen. Eine kleine Wunde hatte sich infiziert. "Ich bin froh, dass unsere Ärzte die Infektion so schnell erkannt und behandelt haben. So etwas kann sonst auch ganz schnell in eine andere Richtung gehen", sagte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Er sei "überrascht und geschockt, was aus einer kleinen Wunde werden kann".

Ohne Köster also musste Gummersbach zum Rückspiel nach Melsungen reisen. Sie erwischten in der Partie den besseren Start, doch vier Tore nacheinander wendeten das Blatt für Melsungen. Allerdings fehlte der MT im gebundenen Angriffsspiel das Tempo. Zudem verhinderte Gummersbachs kroatischer Nationaltorhüter Dominik Kuzmanovic zahlreiche gute Möglichkeiten. So blieb der VfL immer dran.

Nationalspieler Kastening ist bester Werfer

Rund 15 Minuten vor dem Ende trug die starke Melsunger Defensive Früchte und die Gastgeber konnten sich erst einmal etwas Ruhe verschaffen (22:19). Spielmacher Erik Balenciaga zog in dieser Phase immer wieder an und setzte Akzente. Sieben Minuten vor dem Ende war die MT beim 27:23 erstmals mit einem Bein im Viertelfinale, welches sie schließlich auch erreichte.

Nationalspieler Timo Kastening überzeugte mit sieben Treffern. Für Gummersbach traf Ole Pregler (6) am häufigsten. Die Melsunger Ian Barrufet (36.) nach einem Foul und Rogero Moraes (59.) wegen seiner dritten Zeitstrafe erhielten in der umkämpften Partie jeweils die Rote Karte.

Melsungen steht zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in einem europäischen Viertelfinale. Dort trifft das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo nun auf den baskischen Klub Bidasoa Irun. Der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt waren bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Kiel muss gegen Limoges HB ran, Flensburg trifft auf GOG Gudme.

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