Die Ankunft des ICE 885 war für 23.44 Uhr geplant. Als der Zug am späten Samstagabend München erreichte, standen rund 60 Einsatzkräfte der Bundespolizei am Gleis 22. Sie warteten auf Fußballfans, die zuvor auf der Fahrt von Hannover nach München im Zug randaliert hatten.
Zwischen 150 und 200 Fans des Drittligisten TSV 1860 München sollen es gewesen sein. Sie waren auf der Rückfahrt vom Spiel beim VfL Osnabrück, das 1860 mit 0:1 verloren hatte. Auf der Heimfahrt sollen sie andere Reisende belästigt und beleidigt haben. Außerdem hätten einige von ihnen angefangen, im Zug zu rauchen. Der Zugbegleiter habe daraufhin die Beamten alarmiert.
Im ICE entdeckten die Beamten dann später auch noch zahlreiche Schmierereien und mehrere Aufkleber. Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Bislang wird noch gegen Unbekannt ermittelt – auch die Schadenshöhe ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Buttersäure-Attacke gegen Zug mit Fans von RB-Leipzig
Ein weiterer Zwischenfall mit Fußball-Anhängern ereignete sich am Samstag nach der Partie von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach. Der Fanzug von RB ist vor der Rückfahrt von Unbekannten attackiert worden. In den sozialen Medien war von einem Buttersäure-Anschlag die Rede. Die Bundespolizei teilte am Sonntag mit, dass in zwei Waggons eine übel riechende Flüssigkeit aus zu Bruch gegangenen Flaschen entwichen war. Niemand wurde verletzt.
Dass es sich bei der Flüssigkeit um Buttersäure handelte, bestätigte die Bundespolizei nicht, die Vermutung liegt jedoch nahe. Ebenso jene, dass es sich bei den unbekannten Tätern um Gladbach-Anhänger handelt. Der Zug wurde durch die Bundespolizei gesperrt, die Rückfahrt verzögerte sich. Zum Zeitpunkt der Aktion hatten sich die 600 Fans nach dem 0:1 noch auf dem Weg vom Stadion zum Zug befunden.
Es wäre bereits die zweite Buttersäure-Attacke auf Leipziger Fans binnen eines Jahres. Beim Gastspiel in Heidenheim war der Gästeblock Ende April 2024 mit der streng riechenden Flüssigkeit präpariert worden. Der Deutsche Fußball-Bund hatte den FCH daraufhin mit einer Geldstrafe von 15.000 Euro belegt.
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