Steigt der viermalige Deutsche Meister wieder in die Fußball-Bundesliga auf? Der 1. FC Kaiserslautern arbeitet kräftig daran. Der Sieg gegen Düsseldorf weckt zusätzliche Hoffnung. Trainer Markus Anfang mahnt aber zur Geduld.
Ein "unglaublich schöner Fußballabend" - so sagt es Marlon Ritter - macht Hoffnung auf mehr: Der 1. FC Kaiserslautern mischt im engen Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga weiter kräftig mit. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang besiegte Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:0) und kletterte sieben Spieltage vor Ende der Saison auf den Relegationsplatz.
Ritter (14.), Ragnar Ache (73.) und Luca Sirch (90.+3) erzielten die Treffer der Gastgeber. Für Düsseldorf wird es bei fünf Punkten Rückstand auf Kaiserslautern schwer, noch einmal in den Kampf um den Aufstieg einzugreifen. Tim Oberdorf (60.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich.
"Im Endeffekt war es heute ein verdienter Sieg", sagte Sirch. "Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. Ich glaube, die erste Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Düsseldorf hat in der zweiten Halbzeit sehr viel Druck gemacht, damit mussten wir erstmal klarkommen. Wir haben im richtigen Moment das 2:1 gemacht und dann alles wegverteidigt."
Furioser Start von Kaiserslautern
Die Gastgeber starteten furios. Torjäger Ache köpfte knapp vorbei (14.), Sekunden später traf Ritter mit seinem sechsten Saisontor zur Führung. Die Roten Teufel blieben am Drücker, Ache bereitete Florian Kastenmeier im Tor der Fortuna mit seinem Abschluss aber keine Probleme (24.). Acht Minuten später jubelten die Pfälzer erneut, der Kopfballtreffer von Jan Elvedi wurde nach Studium der Videobilder aber aberkannt. Maximilian Bauer hatte den Ball zuvor mit der Hand gespielt. Die stark ersatzgeschwächten Gäste fanden in der ersten Halbzeit offensiv überhaupt nicht statt.
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Düsseldorf agierte nun mutiger und setzte sich öfters in der gegnerischen Hälfte fest. Ein Kopfball von Jamil Siebert (54.) war aber zu harmlos, Dawid Kownacki (57.) zielte zu hoch. Der Ausgleich von Oberdorf nach einer Ecke war folgerichtig. Bei Kaiserslautern lief im Spiel nach vorne eigentlich nichts mehr zusammen, dann sorgte Ache per Kopf mit seinem 16. Saisontor für die erneute Führung. Joker Jona Niemiec vergab die große Chance zum erneuten Ausgleich (81.), in der Nachspielzeit machte Kaiserslautern den Deckel drauf.
Fans schon erstligareif
Wohin kann das für Kaiserslautern noch führen? "Wir wollen das Bestmögliche herausholen. Aber ich würde sagen, es ist schon viel möglich mit dieser Truppe", so Ache bei Sky. "In dieser 2. Liga weiß man nie, was passiert." Nach 27 von 34 Spielen ist sein Team Dritter - und würde in die Relegation um den Aufstieg gehen. Das Team scheint nicht abgeneigt. Nur der Trainer wirbt für Geduld: "Lass uns noch weiter entwickeln und wenn es positiv läuft, dann holen wir noch ein paar Siege."
Nur ein Punkt trennt Kaiserslautern vom Vierten, SC Paderborn. Aber es sind auch nur drei Punkte auf den Zweiten, 1. FC Köln, und vier Punkte bis zum Tabellenführer HSV. Alles ist drin - und die Kulisse im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion war schon mal erstligareif: "Es hat einfach Spaß gemacht, heute hier in diesem Stadion zu sein. Viele reden immer davon, was man so in der Vergangenheit alles erlebt hat. Wir können aber auch mal darüber reden, was wir heute alles erlebt haben. Es war einfach fantastisch", so Anfang.
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