Australien wird für die russische Tennisspielerin Darja Kassatkina zur neuen Heimat. Schon vor drei Jahren hatte sie einen mutigen Schritt gewagt, nun macht sie den nächsten: in eine Zukunft, die trotzdem nicht ohne Vergangenheit auskommen soll.
Die gebürtige Russin Darja Kassatkina spielt künftig für Australien Tennis. Die 27-Jährige teilte auf ihrem Instagram-Account mit, dass ihr Antrag auf einen Daueraufenthalt von der australischen Regierung angenommen wurde. "Australien ist ein Ort, den ich liebe, der mich unglaublich willkommen heißt und an dem ich mich völlig zu Hause fühle", schrieb Kassatkina.
2022 hatte Kassatkina ihre Homosexualität öffentlich gemacht. Sie kritisierte damals, in Russland gebe es eine Menge Themen, über die nicht geredet werden dürfe - das sei nicht nur Homosexualität. "Für junge Menschen, die mit Problemen in der Öffentlichkeit konfrontiert werden, ist es sehr wichtig, wenn Sportler oder andere bekannte Persönlichkeiten darüber reden", hatte Kassatkina vor drei Jahren in dem bemerkenswerten Interview gesagt und auf Nachfrage bestätigt, dass sie eine Lebenspartnerin habe.
In dem Interview bezeichnete sie zudem den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als "Albtraum". Ein russischer Politiker versuchte danach, Kassatkina als "ausländische Agentin" einstufen zu lassen - allerdings ohne Erfolg.
Im Tennis sind russische sowie belarussische Spielerinnen und Spieler derzeit nur unter neutraler Flagge uneingeschränkt startberechtigt. Die aktuelle Nummer zwölf der Tennis-Weltrangliste will sich nun in Melbourne niederlassen. "Ein herzliches Willkommen in der australischen Tennisfamilie, Dasha", schrieb Tennis Australia auf X.
Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, so die 27-Jährige. "Ich möchte meiner Familie, meinen Trainern und allen, die mich auf meinem bisherigen Weg unterstützt haben, meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Ich freue mich sehr darauf, dieses neue Kapitel meiner Karriere und meines Lebens unter australischer Flagge zu beginnen", schrieb Kassatkina. Sie versprach zudem, ihre Wurzeln nie zu verleugnen.
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