Es ist mittlerweile eine liebgewonnene Tradition und ein guter Richtwert, der die aktuelle Form und Entwicklungschancen der Bundesliga-Profis widerspiegelt. Die Macher der Plattform transfermarkt.de (gehört wie WELT zu Axel Springer) bewerten die Marktwerte der Profis aller 18 Bundesliga-Klubs neu. Vor dem 27. Spieltag ist es wieder so weit. Die neuen Marktwerte kennen vor allem einen großen Verlierer: Borussia Dortmund.

„Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen. Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert“, heißt es bei transfermarkt.de.

In die Bewertung fließen Komponenten wie die Zukunftsperspektive, das Alter, sportliche Leistungen in Verein und Nationalmannschaft, Entwicklungspotenzial, Marketingwert oder Verletzungsanfälligkeit ein.

Süle und Brandt mit heftigen Verlusten

Die schwache Saison des BVB spiegelt sich jetzt auch in der Marktwertentwicklung vieler Profis wider. Dortmund dümpelt mit nur zehn Siegen aus 26 Spielen auf dem zehnten Tabellenplatz und hat kaum noch Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren. Besonders dramatisch ist die Abwertung bei Niklas Süle. Der Verteidiger stürzt von 15 auf acht Millionen Euro – ein Minus von 47 Prozent. Mittelfeldspieler Julian Brandt bekommt bei der Neubewertung eine Quittung für seine durchwachsenen Leistungen – der 28-Jährige rutscht von 35 auf 25 Millionen ab. Marcel Sabitzer verliert ein Drittel seines Werts, und wird nur noch mit fünf und nicht mehr mit 15 Millionen taxiert.

Auch die Nationalspieler Maximilian Beier (von 30 auf 25 Millionen) und Waldemar Anton (von 24 auf 18) verlieren deutlich an Wert. Einziger Gewinner bei der Borussia ist Karem Adeyemi, der um fünf Millionen auf 40 zulegt.

Viel weniger Bewegung als beim BVB hat sich bei den Marktwerten des FC Bayern vollzogen. Einzig das Duo Leroy Sané und Serge Gnabry müssen einen nennenswerten Verlust hinnehmen. Sané fällt von 45 auf 38 Millionen, und Gnabry, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, verliert 29 Prozent seines Werts und wird jetzt nur noch mit 38 statt 45 Millionen festgelegt.

Olise legt beim FC Bayern um 15 Millionen Euro zu

Wo es Verlierer gibt, gibt es auch immer Gewinner. Bayerns junger Torwart Jonas Urbig hat seinen Marktwert innerhalb weniger Wochen um 166 Prozent von drei auf acht Millionen gesteigert. Der 21-Jährige überzeugte als Vertreter von Manuel Neuer sowohl in der Champions League als auch in der Bundesliga. Den höchsten absoluten Zuwachs in der Liga verzeichnet Bayerns offensiver Mittelfeldspieler Michael Olise, dessen Wert um 15 Millionen Euro auf 80 Millionen steigt.

Ebenfalls um 15 Millionen gestiegen sind die Marktwerte von Leipzigs Stürmer Benjamin Sesko (jetzt 65 Millionen Euro) und Eintracht Frankfurts Angreifer Hugo Ekitiké (jetzt 55 Millionen Euro).

Dass sich der Erfolg des Teams auch die einzelnen Spieler auswirkt, zeigen die Veränderungen bei Mainz 05. Das Team ist die Überraschungsmannschaft der Saison und nimmt Kurs auf die Champions League. Mit Paul Nebel (von sieben auf 17 Millionen), Nadiem Amiri (elf auf 18) und Kaishu Sano (sieben auf 17) spielen drei der großen Gewinner des neuen Rankings beim Tabellendritten.

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