Während Thomas Tuchel ein erfolgreiches Debüt als Nationaltrainer Englands feierte – sein Team gewann 2:0 gegen Albanien – nutzte Karl-Heinz Rummenigge einen Auftritt am Rande der Infinity League in München, um dessen Amtszeit beim FC Bayern einzuordnen. Im Fokus stand dabei Leon Goretzka, der gegen Italien zuletzt ein starkes Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert hatte. Rummenigge kritisierte den Umgang Tuchels mit dem Münchener Mittelfeldspieler und stellte klar, dass die Vereinsführung Goretzka nie infrage gestellt habe.
„Ich möchte klarstellen, dass es 2023, als wir den Sommertransfermarkt gemacht haben, kein Offizieller von Bayern München war, sondern der damalige Trainer, der ihn (Goretzka, Anm. d. Red.) nicht mehr bei Bayern München sehen wollte. Ich meine, bis heute hat sich auch kein Offizieller negativ über Leon ausgelassen“, erklärte Rummenigge. „Bei Thomas (Tuchel, Anm. d. Red.) war das so. Das war schwierig genug und wenn das dann permanent noch in den Medien hereingelegt wird, dann ist es doppelt schwierig“, so der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern gegenüber „Bild“.
Tuchel, der bis Juni 2024 Trainer der Münchener war, hatte bereits wenige Monate nach seinem Dienstantritt im März 2023 öffentlich einen defensiven Mittelfeldspieler gefordert. Damals erklärte er über Joshua Kimmich, Goretzka und Konrad Laimer: „Die drei sind ähnliche Sechser, eher Achter. Deshalb spielen wir auch mit einer Doppel-Sechs. Wir müssen mal schauen, wir haben noch ein paar Tage Zeit, vielleicht tun wir noch was.“ Die Münchener bemühten sich daraufhin um Tuchels Wunschspieler João Palhinha, doch ein Transfer scheiterte im Sommer 2023 an den Ablöseverhandlungen mit dem FC Fulham. Ein Jahr später wurde der Deal schließlich vollzogen.
Rummenigge lobt Goretzka
Allerdings machte auch Sportvorstand Max Eberl mehrfach öffentlich klar, dass Goretzka beim FC Bayern vor einer schwierigen Situation stehe. Der Mittelfeldspieler galt im vergangenen Sommer als Verkaufskandidat, kämpfte sich unter dem neuen Trainer Vincent Kompany jedoch mit starken Leistungen zurück. Beim Nations-League-Spiel gegen Italien feierte er nach 16 Monaten sein Comeback in der Nationalmannschaft und erzielte per Kopf den 2:1-Siegtreffer.
Rummenigge lobte Goretzkas Entwicklung. „Ich finde es toll, wie sich Leon jetzt zurück in den Fokus katapultiert hat. Es freut mich, weil ich finde, er hat es sich auch verdient. Ich finde, er hat sich unglaublich seriös und auch klug verhalten. Das, was man ihm da zum Teil zugemutet hat, hat er angenommen und hat sich dann trotzdem eben jetzt durchgesetzt. Und ich kann mir vorstellen, im Moment ist er total happy.“
Mit seinen Leistungen könnte sich Goretzka möglicherweise für eine Vertragsverlängerung empfehlen. Sein aktueller Kontrakt in München läuft noch bis zum Sommer 2026.
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