US-Präsident Donald Trumps Plan, Importe aus Ländern wie der Schweiz mit Zöllen von 31 Prozent zu belegen, stösst auch in der SRF-Community auf Widerstand.
Es ergebe keinen Sinn, rationale Erklärungen zu suchen, wenn es um Trumps Handlungen gehe, so SRF-User Sascha Sgier. Trumps Handeln beschreibt Sgier als «Machttheater» auf dem politischen Pausenhof: «Er ist der Macker, der anderen die Schulbrote wegnimmt. Wer ihm freiwillig etwas abgibt, bleibt verschont.» Diese Willkür, so Sgier, werde von den Republikanern ermöglicht, die Trump «ungehindert und feige machen lassen».
Das ist Planwirtschaft auf Steroiden – und selbst Erstsemester wissen, dass das scheitert.
SRF-User Hanspeter Schwarb unterstreicht die Widersprüche: Die geplanten Textilzölle gegen Bangladesch – 37 Prozent – würden weder Jobs schaffen noch die Inflation bremsen. Die wenigsten Amerikaner hätten ein Interesse daran, in dieser Billiglohn-Branche zu arbeiten, so Schwarb. «Wann merken sie, dass ihr Kaiser nackt ist?», fragt er.

Georg Schneider spitzt die ökonomische Kritik zu: «Zölle auf (fast) alle Importe? Wie stellt er sich das vor? Dass von heute auf morgen hoch spezialisierte Firmen in den USA aus dem Boden spriessen?» Investitionen seien bereits eingebrochen, weil alles teurer werde. Sein Fazit: «Das ist Planwirtschaft auf Steroiden – und selbst Erstsemester wissen, dass das scheitert.»
Dominoeffekt für die Schweiz?
Ende dieser von Trump angezettelte Handelskrieg in einer Weltwirtschaftskrise, könnte besonders die Schweiz verwundbar sein, so SRF-User Thomas Leu: «Diese trifft Länder wie die Schweiz, die 2/3 der Wertschöpfung exportieren und importieren, weit überproportional.»
Die Schweiz muss endlich aufhören, den USA hinterherzulaufen, und sich zur EU bekennen.
Der Freihandel habe der Welt Wohlstand gebracht, weil sich die Länder darauf fokussierten, wo sie besser seien, und den Rest importierten. «Nun werden diejenigen ‹bestraft›, die produzieren, was nachgefragt wird», so Leu.
Europäische Verankerung
Timo Hummel fordert eine grundsätzliche Neuorientierung: «Die Schweiz muss endlich aufhören, den USA hinterherzulaufen, und sich zur EU bekennen.» Trump sei weder rational noch ein verlässlicher Partner – die EU hingegen biete Stabilität.
SRF-Userin Lilli Roffler ist da optimistischer: «Ich gehe davon aus, dass dieser Ansage noch Verhandlungen folgen werden und das Ganze am Schluss nicht so heiss gegessen wird, wie es gekocht wurde.»
Krise als Chance?
Martina Schmid sieht in der aktuellen Krise eine Chance für neue Impulse. Sie plädiert für kluge Entscheidungen, die «zum Ziel haben, faire Handelsbeziehungen zwischen allen Ländern auf gleicher Augenhöhe zu führen». Nur so, argumentiert sie, könne ein echtes Miteinander entstehen: «Wenn alle voneinander profitieren – und nicht manche einfach ‹mehr›.»
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