Der Negativtrend am deutschen Neuwagenmarkt hält an. Besonders hart hat es im ersten Quartal Tesla getroffen. Doch in einigen Ländern Europas sieht es für die Musk-Firma noch dramatischer aus.

Auf dem deutschen Automarkt geht es weiter abwärts. Die Zahl der Neuzulassungen sank im vergangenen Monat um 3,9 Prozent auf rund 253.500 Pkw, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) heute mitteilte. Das erste Quartal liegt mit knapp 665.000 Neuwagen 4,3 Prozent unter Vorjahr.

"Der Neuwagenmarkt bleibt stark unter Druck", erklärte die Unternehmensberatung EY. Die Konjunktur bleibe sehr schwach, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sei schlecht, begleitet von Einsparungen und Stellenabbau in Unternehmen. Für zusätzliche Verunsicherung sorge jetzt die US-Zollpolitik, die erhebliche konjunkturelle Folgen haben könnte, erklärte EY-Autoexperte Constantin Gall.

Mehr Elektroautos - aber kein Boom

Deutlich zulegen konnte im März allerdings der Absatz von Elektroautos in Deutschland. Insgesamt kamen 42.521 batteriebetriebene Pkw (BEV) neu auf die Straße. Das war ein Zuwachs um 35,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Neuzulassungen lag bei 16,8 Prozent.

Nach Angaben des Beratungsunternehmens EY liegt das Plus bei den E-Autos vor allem am niedrigen Vorjahresniveau. Aufgrund des abrupten Förderstopps im Dezember 2023 seien die Elektro-Neuzulassungen in den ersten Monaten 2024 eingebrochen. Einen Elektro-Boom gebe es trotz der hohen Zuwachsraten nicht.

Wo es für Tesla besonders schlecht läuft

Ein dickes Minus steht erneut bei den neu zugelassenen Tesla-Autos. Für das gesamte erste Quartal steht ein Minus von 62 Prozent zu Buche. Im März ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 42,5 Prozent auf 2.229 Autos zurück.

Wie eine Analyse der nationalen Zulassungsstatistiken zeigt, ging es für den US-Elektroautohersteller in einigen europäischen Ländern noch stärker bergab. So brachen die Tesla-Neuzulassungen im März in den Niederlanden um 61 Prozent ein, gefolgt von Schweden (minus 64 Prozent), Dänemark und Schweiz (jeweils minus 66 Prozent). Das Schlusslicht bildete Belgien mit einem Minus von 69 Prozent.

Weltweit war der Absatz des Autobauers im ersten Quartal um 13 Prozent gesunken, wie Tesla gestern mitteilte. Experten verweisen auf das umstrittene politische Engagement von Tesla-Chef Elon Musk an der Seite von US-Präsident Donald Trump und einen Modellwechsel beim Verkaufsschlager Model Y.

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