Wer einfach, sicher und flexibel Geld anlegen will, ist beim Tagesgeld genau richtig. Je nach Anbieter lassen sich attraktive Zinssätze und somit erfreuliche Renditen sichern. Das passende Angebot zu finden, kann jedoch bei den vielen Sonderaktionen von Banken und Brokern schwierig sein. So versucht etwa auch die deutsche Santander Consumer Bank AG Neukunden mit einem Tagesgeld-Aktionszins anzulocken.

Das Tochterunternehmen der spanischen Santander-Gruppe bietet derzeit 2,30 Prozent Zinsen p. a.* aufs Tagesgeld – und das vier Monate lang. Eine Minimal- oder Maximaleinlage gibt es nicht. Nach der Aktionslaufzeit wird der dann geltende variable Tagesgeldzins verwendet, wobei dieser momentan 0,30 Prozent beträgt. Das Angebot gilt nur für Kunden, die in den letzten sechs Monaten kein Tagesgeld- oder Geld-Management-Konto bei der Bank geführt haben.

Santander Tagesgeld: Wann werden die Zinsen gutgeschrieben?

Santander schreibt die Zinsen fürs Tagesgeld monatlich gut. Ein Vorteil, denn so können Kunden vom Zinseszinseffekt profitieren: Sie erhalten Zinsen nicht nur auf den angelegten Betrag, sondern auch auf bereits ausgezahlte Zinsen.

Auch bei Anbietern wie dem deutschen Broker Trade Republic* können sich Sparer über eine stetige Verzinsung freuen. Die monatliche Verzinsungsstruktur ist jedoch keines Falls die Regel: Manche Banken wie die DKB verzinsen vierteljährlich, andere wie die Targobank sogar nur zum Jahresende.

Tagesgeldvergleich: Ein Überblick der Angebote

Tagesgeld Santander: vier Monate lang attraktive Zinsen – danach nur 0,30 Prozent

Mit einer Laufzeit von vier Monaten kann sich das Sonderangebot von Santander* auf dem Markt behaupten. Vor allem bei einer monatlichen Verzinsung birgt die längere Laufzeit Vorteile. Nur wenige Konkurrenten können da mithalten. Barclays etwa bietet zwar 2,50 Prozent aufs Tagesgeld, das aber nur drei Monate lang – und auch die comdirect hat ihre Aktionslaufzeit von fünf auf drei Monate reduziert.

Trade Republic* bietet 2,50 Prozent p. a. auf geparktes Guthaben für unbegrenzte Zeit. Das kann aber sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein, je nachdem, wann sich der Zinssatz verändern sollte.

Womit sich Santander jedoch gar nicht behaupten kann, ist der variable Tagesgeldzins, der für Bestandskunden gilt oder für Neukunden nach dem Aktionszins. Dieser liegt zurzeit bei nur 0,30 Prozent pro Jahr – ein schwaches Angebot, wenn man sich die Zinssätze von Konkurrenten wie der comdirect, Consorsbank oder DKB anschaut. Diese liegen zumindest zwischen 0,75 und 1,50 Prozent. Sogar die niedrigen Basiszinssätze der Targobank und 1822direkt, die 0,60 Prozent betragen, sind doppelt so hoch wie der Tagesgeldzins von Santander.

Top-Zins auch nach Ablauf des Aktionszeitraums

Achten Sie jedoch neben den verlockenden Aktionszinsen auch auf Angebote mit verhältnismäßig hohen Basiszinsen, denn nach Ablauf des Aktionszeitraums gelten in der Regel andere Zinssätze. Zu den besten Angeboten zählen unter anderem:

Einlagensicherung: Wie sichert Santander mein Geld ab?

Die Santander Consumer Bank AG bietet ihren Kunden eine zweistufige Einlagensicherung. Die erste Stufe ist die gesetzliche Sicherung von maximal 100.000 Euro pro Kunde. Da das zur spanischen Banco Santander S.A. gehörende Kreditinstitut seinen Hauptsitz in Mönchengladbach hat, profitieren Sparer hier von der deutschen Einlagensicherung.

Die zweite Stufe ist eine freiwillige Mitgliedschaft des Finanzinstituts beim Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Hiermit gewährleistet Santander spezifische Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Seit Januar 2025 beträgt die Sicherungsgrenze 8,75 Prozent des relevanten Eigenkapitals der Bank. Über den Bundesverband deutscher Banken können Sparer Näheres zum Schutzumfang pro Santander-Kunde erfahren.

Konto-Angebote: Bei WELT-Lesern am beliebtesten

Unter der Vielzahl an Neukundenaktionen zum Tagesgeld haben sich folgende Anbieter als Favoriten unter den WELT-Lesern behauptet:

Tagesgeld: Was ist das?

Das Tagesgeld ist eine Form der Sparanlage, die von zahlreichen Banken, Brokern und weiteren Finanzinstituten angeboten wird. Kunden zahlen auf ein sogenanntes Tagesgeldkonto Geld ein, um darauf Zinsen zu verdienen. Der Vorteil: Das Tagesgeld ist im Vergleich zum Festgeld sehr flexibel – in der Regel kann man jederzeit auf das Konto einzahlen und auf das Ersparte zugreifen. Anbieter wie etwa Quiron* offerieren eine Alternative zum Tagesgeld und werben mit attraktiven Zinssätzen über mehrere Monate oder ohne befristete Laufzeiten.

Unterschiedliche Faktoren können die Zinssätze beim Tagesgeld beeinflussen – sie können sich also regelmäßig ändern. Beim Festgeld wird wiederum ein bestimmter Zinssatz für einen längeren Zeitraum vertraglich festgelegt.

Tagesgeldkonten sollten jedoch nicht mit Giro- oder Rechnungskonten verwechselt werden. Sie dienen primär als Einlagekonto, um Geld sicher zu verwahren und Zinsen zu erhalten. Sparer sollten die Konditionen eines Tagesgeldkontos sorgfältig überprüfen, bevor sie sich für ein Angebot entscheiden.

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