Thomas Müller bekommt nicht so richtig den Abschied vom FC Bayern, den er sich gewünscht hat. Toni Kroos geht es vor mehr als zehn Jahren ähnlich: Auch sein Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister wird damals nicht verlängert. Das erneute Schauspiel kommentiert Kroos auf X.
Der ehemalige Bayern-Profi Toni Kroos hat die Entscheidung des deutschen Fußball-Rekordmeisters, den Vertrag von Thomas Müller nicht zu verlängern, indirekt kritisiert. Auf X schrieb er auf seinem offiziellen Account: "Zu viele Köche verderben den Brei." Müller hatte am Morgen die Berichte bestätigt, nach 25 Jahren beim FC Bayern keinen neuen Vertrag über den Sommer hinaus zu erhalten. Er selbst hätte gerne noch eine weitere Saison für seinen Klub gespielt, funkte "Radio Müller" offen in die Welt. "Der Verein hat sich jedoch bewusst dafür entschieden, mit mir keinen neuen Vertrag für die nächste Saison zu verhandeln", das habe nicht "meinen Wünschen entsprochen."
Auch bei Kroos verlief der Abschied vom FC Bayern nicht reibungslos. Für 25 Millionen Euro wechselte er im Sommer 2014 zu Real Madrid, nachdem er sich mit den Münchnern nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte. Sein Arbeitspapier hätte eigentlich ein weiteres Jahr Gültigkeit gehabt, der FC Bayern wollte ihn jedoch nicht ablösefrei ziehen lassen. Bayern-Patron Uli Hoeneß bezeichnete die Entscheidung, sich von Kroos zu trennen, in der Dokumentation "Kroos" rückblickend als eine "harte, vielleicht die falsche".
Kroos absolvierte insgesamt 205 Pflichtspiele für den FC Bayern, nahezu alle gemeinsam mit Thomas Müller. Beide waren auch Teil der Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, die 2013 erstmals in der Vereinsgeschichte das Triple aus Champions League, DFB-Pokal und Meisterschaft holten. Das Finale im Londoner Wembley-Stadion gegen Borussia Dortmund verpasste Kroos wegen einer Verletzung. Bei Real Madrid wurde er später zur prägenden Figur und gewann mit den Königlichen fünfmal die Königsklasse sowie weitere nationale Titel.
Der FC Bayern ist dafür bekannt, dass dort besonders viele Personen bei wichtigen Entscheidungen mitreden: Allen voran gilt das für Ehrenpräsident Hoeneß und Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Da sind aber auch noch die Vertreter aus dem Tagesgeschäft, um Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. In seiner Abschiedsmitteilung hatte Müller selbst verkündet, er hätte gerne noch eine weitere Saison für den FC Bayern gespielt.
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