Jamal Musiala hat sich beim 3:1 des FC Bayern auswärts gegen den FC Augsburg einen Bündelriss zugezogen und fällt rund acht Wochen aus. Dies gab der Fußball-Rekordmeister am Samstagmittag bekannt. Musiala hatte bei der Begegnung am Freitagabend das Tor zum 1:1 für den Tabellenführer erzielt, ehe er sich am Oberschenkel verletzte. Eine Ausfalldauer nannten die Münchner nicht, in der Mitteilung hieß es lediglich, man müsse „vorerst“ auf ihn verzichten. „Sky“ und „Bild“ schreiben jedoch von einer Ausfallzeit zwischen sechs und acht Wochen.

Sportvorstand Max Eberl hatte noch in Augsburg erklärt, dass der 22 Jahre alte Nationalspieler im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Inter Mailand ausfallen wird. „Es sieht jetzt nicht so brillant aus. Für Dienstag wird es nicht reichen“, hatte Eberl gesagt. Das Rückspiel gegen Inter ist für den 16. April angesetzt. Zwischen den Partien treffen die Bayern in der Liga auf Borussia Dortmund.

Auch schlechte Nachricht für Julian Nagelsmann

Sollte Musiala tatsächlich so lange wie berichtet ausfallen, käme er in der am 17. Mai endenden Bundesliga-Saison nicht mehr zum Einsatz. Zwei Wochen später steigt in München das Finale der Champions League. Auch das könnte eng werden.

Eine fast zweimonatige Pause wäre auch eine schlechte Nachricht für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die DFB-Auswahl, die sich erstmals für die Endrunde der Nations League qualifiziert hat. Am 4. Juni steht in München das Halbfinale gegen Portugal auf dem Programm, vier Tage später sind das Finale und das Spiel um Platz drei angesetzt.

Zumindest für die Klub-Weltmeisterschaft in den USA käme Musiala noch infrage. Auftaktgegner ist am 15. Juni der Auckland City FC aus Neuseeland.

Musialas Ausfall ist nicht nur sportlich extrem bitter, sondern hat auch eine für den Klub extrem pikante Note. Als Ersatz für den Jungstar gilt nämlich vor allem Thomas Müller. Der 35-Jährige hatte am Tag nach dem Augsburgspiel erklärt, dass er nach 25 Jahren gegen seinen Willen keinen neuen Vertrag mehr erhalte.

Dass Müller ausgerechnet jetzt noch einmal extrem an sportlicher Bedeutung gewinnt, erscheint fast schon als eine Volte des Schicksals.

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