Lothar Matthäus hat sich nach seiner drastischen Kritik an RB Leipzig für seine Wortwahl entschuldigt. Der deutsche Rekordnationalspieler hatte als Experte des Senders Sky gesagt, der Fußball bei RB sei zurzeit ein „Trümmerhaufen“. Dies tut dem 63-Jährigen nun leid.
„,Trümmerhaufen‘ ist sicher kein Ausdruck, den man in der Einschätzung eines Klubs benutzt, und gehört in diesem Zusammenhang eigentlich nicht zu meinem Wortschatz. Ich würde es anders formulieren: Es gibt viele Baustellen in Leipzig“, erklärte Matthäus in seiner jüngsten Kolumne für Sky.
Zuvor hatte der Weltmeister von 1990 auch erklärt: „Mit dem, was mal da war und was jetzt ist, liegt Red-Bull-Fußball zurzeit da, wo ihn diese Verantwortlichen nie sehen wollten. Nie! Nie!“
Klopp werde es so schnell nicht richten, sagt Matthäus
Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 am Samstag liegen die Leipziger in der Bundesliga weiter nur auf dem sechsten Rang, von einem Champions-League-Platz trennen RB drei Punkte. In der Liga-Rückrunde gelang in sieben Spielen nur ein Sieg.
Trainer Marco Rose, der bereits vor drei Monaten als Wackelkandidat galt, soll aber am Samstag im Spiel beim SC Freiburg (18.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) weiterhin auf der Bank sitzen. Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Freiburg am 8. Spieltag war RB mit sechs Siegen und zwei Unentschieden punktgleich mit dem FC Bayern (jeweils 20 Zähler). Seitdem hat das Team aber nur 18 Punkte aus 16 Bundesliga-Spielen geholt und mittlerweile 23 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter München.
Die Debatten um Rose dürften auch Ex-Coach Jürgen Klopp beschäftigen, der seit dem Jahresanfang als sogenannter Head of Global Soccer den Fußballbereich von Red Bull betreut. Matthäus hatte in seiner ersten Abrechnung bei Sky am Sonntagabend gesagt, Klopp sei nun zwar da: „Aber er kommt jetzt nicht und legt die Hand auf und es funktioniert wieder alles. Das ist ja auch wieder ein langer Prozess, bis das wieder funktioniert.“
Es sind noch zehn Spieltage zu spielen und nie war Leipzig im letzten Drittel einer Bundesligasaison tiefer platziert. Bei einer Niederlage beim Tabellenfünften in Freiburg kann RB Leipzig am 25. Spieltag bis auf Tabellenplatz zehn abrutschen, vier Klubs (Wolfsburg, Mönchengladbach, Stuttgart und Dortmund) könnten vorbeiziehen. Am Saisonende landete RB Leipzig einmal auf Platz 6 (2018), ansonsten immer in den Top 4.
Nur zehn Siege und 38 Punkte nach 24 Spieltagen sind ein neuer und ein eingestellter Leipziger Negativrekord zu diesem Saisonzeitpunkt. Leipzig hat 2025 den Faden verloren, typische Automatismen wie das Umschaltspiel funktionieren nicht mehr (nur ein Kontertor in der Rückrunde, fünf waren es in der Hinrunde). Auch bei den Grundtugenden fehlt es, Leipzig lief in der Rückrunde zwei Kilometer weniger als der Bundesliga-Durchschnitt (118,3 km pro Spiel), der zukünftige Freiburg zwei Kilometer mehr als der Durchschnitt.
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