München war am Faschingsdienstag voll mit verkleideten Menschen. Bei strahlendem Sonnenschein und am Mittag beinahe frühlingshaften Temperaturen amüsierten sie sich mit Getränken und Musik auf dem Marienplatz und Viktualienmarkt.

Wenige Kilometer weiter bereitete Vincent Kompany seine Mannschaft mit einem letzten Training und Besprechungen sehr ernsthaft auf eine enorm wichtige Aufgabe vor: Mittwoch (21 Uhr, DAZN) empfängt der FC Bayern im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League Bayer Leverkusen. Es ist das erste deutsche Duell in der Königsklasse seit dem Münchner Finalsieg gegen Borussia Dortmund 2013 im Londoner Wembleystadion (2:1).

„Wir freuen uns auf das Spiel, weil es ein Topspiel ist", sagte der belgische Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz in der Klubzentrale an der Säbener Straße.

Den Bayern sind der Respekt vor Leverkusen und die Vorfreude auf die Partie anzumerken. Außenverteidiger Alphonso Davies sagte: „Es ist ein Spitzenspiel. Es wird ein schwieriges Spiel.“ Nach seiner kürzlichen Vertragsverlängerung bis Sommer 2030 sehe er sich in den nächsten fünf Jahren „oder länger“ beim FC Bayern. „Ich brenne richtig und fühle mich sehr gut.“ Man wisse, dass man zuletzt nicht gegen Leverkusen gewinnen konnte. „Dennoch werden wir unser Spiel durchziehen“, so der Kanadier.

Kompany: „Es kommt auf das Momentum an“

„Es sind zwei Mannschaften mit viel Qualität. Bayer hat es sich verdient, als Topgegner gesehen zu werden“, sagte sein Trainer Kompany. „Wir spielen zu Hause. Unser Ziel ist es, das Beste abzurufen.“

Wie sehr muss man schon an beide Spiele denken? „Das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Das darf man nicht aus den Augen verlieren.“ Kompany sagte zudem: „Wir haben auch kein Problem damit, auch mal tief zu verteidigen, wenn sich das andere Team das verdient. Das ist im letzten Spiel so gewesen. Aber es kommt auf das Momentum an.“

Eine Frage zu dem Aufeinandertreffen und dem Stellenwert von Florian Wirtz und Jamal Musiala begann Kompany mit lobenden Worten zu beiden Jungstars zu beantworten, dann grinste er und sagte zu den Reportern: „Jungs, ihr merkt schon, ich habe eigentlich kein Bock, dazu etwas zu sagen.“ Gelächter im Pressesaal. Dann fügte Kompany lachend hinzu: „Die Frage ist gut, ich würde sie auch stellen. Aber wenn ihr auf meinem Stuhl sitzen würdet, würdet ihr vielleicht auch so fühlen.“

Gut für Kompany: Joshua Kimmich wird gegen Leverkusen spielen können. Der 30-Jährige grätschte und rannte mit vollem Körpereinsatz bei den ersten Übungen des Abschlusstrainings auf dem Vereinsgelände. „Für so ein Spiel bist du immer bei hundert Prozent“, sagte Kompany Dienstagnachmittag.

Der Mittelfeldspieler Kimmich dürfte damit nach einer Sehnenreizung im Oberschenkel wieder zur Startelf gehören. Ausfallen wird beim Bundesliga-Tabellenführer weiterhin Aleksandar Pavlovic. Der Nationalspieler ist immer noch erkrankt.

Kann es im vierten Aufeinandertreffen mit Leverkusen in dieser Saison noch zu Überraschungen kommen? „Es ist immer möglich. Oft sind es nur Details, die geändert werden“, antwortete Kompany. „Die Spiele bis jetzt waren immer an der Grenze. Es ist taktisch immer sehr viel passiert, das hat auch das Momentum beeinflusst. Ich bin gespannt, wir hatten unsere Vorbereitung. Man kann so viel vorbereiten, wie man will, aber wenn es über die Linie geht, müssen es die Spieler entscheiden.“

Davies äußert sich zur Zukunft Kimmichs

Kimmich hat sich noch nicht entschieden, ob er beim FC Bayern bleibt. Sein Vertrag endet im Sommer. „Wir würden ihn gern hier behalten“, sagte Davies. Jetzt konzentriere man sich auf Fußball, das sei Kimmichs Entscheidung. „Morgen ist nicht der Tag, um sich zurückzuhalten und abzuwarten. Wir werden mit viel Intensität und Motivation spielen.“ Kompany sei ein Toptrainer, von dem die Mannschaft viel lernen könne.

Warum ist es so schwierig, gegen Leverkusen zu spielen? „Wegen der Intensität“, sagte Davies. „Es ist eine sehr gute Mannschaft, das sind wir auch. Es ist eine gute Rivalität und die hat wichtige Spiele hervorgebracht. Wir werden versuchen, unsere Arbeit zu machen."

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