Beim 1. FC Düren gehen die Lichter aus. Der Viertliga-Klub aus der Regionalliga West ist zahlungsunfähig, das Insolvenzverfahren wurde eröffnet. An einen geregelten Spielbetrieb ist beim einst ambitionierten Klub nicht zu denken – alle Spieler und auch Trainer Kristopher Fetz haben gekündigt.
„Der Insolvenzverwalter hat uns heute darüber informiert, dass das Verfahren eröffnet wird. Es gab die Möglichkeit, dass alle Spieler des Regionalliga-Kaders ihre Verträge mit sofortiger Wirkung kündigen. Davon haben die Spieler Gebrauch gemacht“, sagte Sportchef und Kapitän Adam Matuszczyk zu „Reviersport“.
Der Verein brauchte bis zum Montag 100.000 Euro, um die Fortsetzung des Spielbetriebs im April zu gewährleisten. Der Klub bekam die benötigte Summe aber nicht zusammen. Die Spieler haben in diesem Jahr noch kein Gehalt bekommen, durch die fristgerechte Kündigung zum Jahresende kann rückwirkend Insolvenzgeld beantragt werden. So können die Geälter der vergangenen drei Monate nachgezahlt werden.
Düren zufolge haben 26 Personen aus der Mannschaft und das gesamte Trainerteam gekündigt, darunter auch Matuszczyk selbst. Wegen des Insolvenzantrags wird Düren mit einem Abzug von neun Punkten bestraft. Damit rutscht das Team in der Tabelle vom neunten auf den zwölften Platz ab. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur noch vier Punkte.
Düren hat trotzdem die Lizenz für die Regionalliga beantragt
Noch ist offen, ob Düren die Saison überhaupt zu Ende spielen kann. „Darüber ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. So wie mir das heute erläutert wurde, versucht der Verein, den Spielbetrieb bis zum Saisonende aufrechtzuerhalten. Aktuell werden alle Optionen geprüft“, sagte Matuszczyk. Es ist denkbar, die restlichen Partien mit den Spielern der U23 zu bestreiten. Für das Spiel am Samstag beim Wuppertaler SV fehlt bislang ein Team.
Obwohl der Klub ohne Mannschaft und Trainer dasteht, hat er kurioserweise die Lizenz für die kommende Regionalligasaison beantragt.
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