"Zwei Wochen Urlaub, da bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen", sagt Uwe Schüder. Der Youtuber und Unternehmer muss immer etwas zu tun haben. Der 38-Jährige bestreitet nun auch noch einen MMA-Kampf vor Tausenden Zuschauern. Für den Hamburger ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln.
Uwe Schüder fährt ein Wahnsinnspensum: Unter dem Namen Flying Uwe ist er ein erfolgreicher Youtuber im Bereich Fitness und Kampfsport und führt mehrere Firmen. Dazu absolviert er derzeit eine Vorbereitung auf einen MMA-Kampf. Das bedeutet zwei Trainingseinheiten am Tag, intensivere und damit zeitaufwendige Regeneration und jede Menge Medientermine, um den Kampf gegen den Twitch-Stream Ediz Tasci bei Oktagon in Dortmund (am 5. April ab 17.30 Uhr auf RTL+) zu bewerben.
Für den zweifachen Vater ist der Spagat zwischen Familie, Unternehmen und Sport herausfordernd, wie er im Interview mit ntv/RTL erklärt. "So ein Leben als MMA-Kämpfer, das ist eigentlich ein kompletter Job. Du musst morgens trainieren, dich richtig ernähren, danach gut schlafen und am Abend wieder ins Training - und das wiederholt sich fast jeden Tag. Daneben ein Unternehmen zu führen und auch noch Zeit mit den Kindern zu verbringen, das ist nicht einfach - aber ich will es so. Nach dem Kampf habe ich wieder mehr von den anderen Dingen."
In der Community seiner mehr als 1,3 Millionen Abonnenten habe er öfter die Frage gehört, warum er sich das noch antun sollte. Schüder sieht in seinem MMA-Kampf eine "Challenge", eine "Chance zu wachsen" und eine Rückkehr zu den Wurzeln. Denn mit Kampfsport auf Youtube hatte seine Karriere überhaupt erst an Fahrt gewonnen.
"Eine bessere Version von Flying Uwe"
Dazu sind die Abläufe für Flying Uwe nichts Neues, denn zwei Profikämpfe im Käfig hat er bereits absolviert (ein Sieg, eine Niederlage). Seinen Spitznamen verdankt er seinen eingesprungenen Drehkicks. Ob die akrobatischen Tritte für den 38-Jährigen ein Markenzeichen bleiben, bleibt abzuwarten, denn seit seinem letzten Kampf sind mehr als vier Jahre vergangen. "Ihr werdet auf jeden Fall eine bessere Version von mir sehen, die einen Ticken anders ist", verspricht der 38-Jährige. "Wie anders, das möchte ich noch nicht sagen, aber es gab zwei Dinge, die wir in Angriff genommen haben. Die Vorbereitung ist für mich schon ein Highlight, weil sie viel härter ist. Daher freue ich mich einfach, das in Dortmund auch umzusetzen."
Schüders Gegner Ediz ("der Breite", so der Streamername) hat zwar noch keinen MMA-Kampf auf dem Buckel, dafür aber einen Background im Ringen. Die beiden Influencer kennen sich schon lange, haben sogar bereits Videos zusammen produziert. Für den Kampf ist das aber alles vergessen. "Wir verstehen uns, aber für den Kampf und die Zeit davor muss ich sagen: Ich scheiße auf dich." Schüder findet auch Gefallen an den zahlreichen Gegenüberstellungen der beiden Kontrahenten. Das sei ein richtiger Antrieb. "Die Provokationen und kleinen Rivalitäten finde ich auch gut. Das verschafft dem Kampf eine große Reichweite. Solange nicht gegen die Familie geschossen wird, gehört das einfach dazu."
"Danach ist man Best Buddys"
Dieser Entertainment-Faktor ist ein wichtiger Teil geworden, der den komplexen und spektakulären Sport in den letzten Jahren vorangetrieben hat. Da wundert es wenig, dass der Veranstalter Oktagon MMA zwei Influencer -mit notwendiger Kampfsporterfahrung - gegeneinander antreten lässt. "MMA hat in Deutschland richtig zugelegt", erklärt Schüder, der weiter ausführt: "Das lag vor allem an den Fightern, die auch auf Social Media gut unterwegs waren. Als es losging, war ich schon ein Teil davon. Und nun gibt es mein Comeback, und ich gehöre wieder dazu. Das fühlt sich cool an."
Mit dem Kampf vor rund 15.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle werden dann auch alle Wehwehchen aus der Vorbereitung vergessen sein. "Ich bin zuversichtlich, bin stark, explosiv und hab' Bock", resümiert Schüder, der glaubt, dass sich das Verhältnis zu Ediz durch den Kampf noch verbessern werde. "Vielleicht gebe ich ihm einen Döner aus und dann ist auch gut. Das ist dann wie auf dem Schulhof: Erst prügelt man sich und danach ist man Best Buddys", so der Hamburger.
Dass es danach vielleicht weitergeht, mit der MMA-Karriere, will er allerdings offenlassen. "Ich will erst eine Sache abschließen, danach kann es gerne weitergehen, solange ich alles organisatorisch im Griff habe." Aktiv bleiben wird der 38-Jährige in jedem Fall. "Komplette Ruhe, das macht man ein paar Tage und dann geht's wieder rein in die Materie. Zwei Wochen Urlaub, da bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen. Ich muss was zu tun haben - das ist halt mein Ding."
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