Erst EM-Sensation, jetzt WM-Tragödie? Die deutschen Curler um Skip Marc Muskatewitz verlieren bei der Weltmeisterschaft in Kanada bisher jedes Spiel. Damit schwinden auch die Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen.

Die deutschen Curler um Skip Marc Muskatewitz haben bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Moose Jaw auch ihr drittes Spiel verloren. Nach dem 5:7 gegen Gastgeber und Rekordweltmeister Kanada und einem knappen 7:8 gegen Tschechien unterlagen die Sensations-Europameister auch Norwegen 3:8.

"Wir waren einfach nicht stark genug. Das ist ein hartes Feld, das sind harte Lektionen, die wir lernen müssen", sagte Bundestrainer Uli Kapp und betonte: "Wir müssen jetzt den Schalter umlegen." Am heutigen Montag spielt das junge deutsche Team zunächst gegen Österreich, dann gegen China. "Es gibt keine leichten Gegner, auch Österreich ist eine Herausforderung, und China hat einen absoluten Lauf gerade."

Die Auswahl des Deutschen Curling-Verbandes (DCV), WM-Fünfter von 2024, kämpft beim Turnier in Moose Jaw um die direkte Olympiateilnahme, die erste seit Sotschi 2014. Dafür wäre unter den 13 Mannschaften, die zunächst je einmal gegeneinander spielen, Platz acht erforderlich. Sieben Startplätze werden in Kanada vergeben, WM-Teilnehmer Italien ist für Mailand/Cortina 2026 als Gastgeber automatisch qualifiziert.

"Wir müssen mit ein bisschen mehr Mut agieren, mit mehr Selbstverständlichkeit, der erste Punkt wäre jetzt mal wichtig für das Selbstbewusstsein", sagte Kapp mit Blick auf die beiden Matches am Montag. "Wenn wir mit 2:3 dastehen am Montagabend, dann können wir das noch drehen. Wir haben eine harte Woche vor uns. Ich habe volles vertrauen in die Jungs, dass wir das noch umbiegen können."

Sollte das DCV-Team von Bundestrainer Uli Kapp bei der WM die direkte Qualifikation verpassen, gibt es im Dezember im kanadischen Kelowna ein Qualifikationsturnier. Dort werden zwei weitere Startplätze für Olympia ausgespielt.

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