Elfmeter gehalten, wenig später trotzdem der Rückstand. Dann trifft ein Paderborner für den 1. FC Köln und das Spiel kippt. Die Tür zur Bundesliga öffnet sich ganz langsam und weit. Der Vorsprung auf Platz vier beträgt aktuell sieben Punkte. In Berlin fragen sich die Anhänger der Hertha, was mit Reese hätte sein können. Immerhin der Klassenerhalt rück nach dem ersten Heimsieg seit Oktober nun sehr viel näher. Hannover kann zu Hause nicht mehr gewinnen, aber auch nicht mehr verlieren.

SC Paderborn - 1. FC Köln 1:2 (1:1)

Der 1. FC Köln hat in der 2. Fußball-Bundesliga die Gunst der Stunde genutzt und wieder die Tabellenführung übernommen. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber setzte sich im Spitzenspiel am Samstag beim Verfolger SC Paderborn nach Rückstand mit 2:1 (1:1) durch. Damit löste der FC den Hamburger SV, der am Freitagabend gegen die SV Elversberg nicht über ein 0:0 hinausgekommen war, erstmals seit Mitte Februar auf Platz eins ab. Zudem vergrößerte Köln den Abstand zum Dritten Paderborn auf fünf Punkte.

Marvin Mehlem (34.) brachte die Ostwestfalen, die zuvor sechs Spiele nicht verloren hatten, in Führung, nachdem Raphael Obermair einen Elfmeter verschossen hatte (25.). Der Ausgleich fiel durch ein kurioses Eigentor von Felix Götze (42.). Denis Huseinbasic (61.) sicherte den Kölner Sieg.

Für die erste Aufregung nach einem ereignisarmen Beginn sorgte ein Foulelfmeter für die Gastgeber. Joel Schmied hatte Sven Michel am Strafraumeck überflüssigerweise geschubst, der Paderborner ging sehr leicht zu Boden, Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte dennoch auf den Punkt. Obermair scheiterte aber mit einem unplatzierten Schuss an FC-Keeper Marvin Schwäbe (25.).

Doch die Ostwestfalen holten ihr Erfolgserlebnis wenig später nach: Nach schnellem Einwurf setzte sich Filip Bilbija auf dem rechten Flügel durch, seine Hereingabe verwertete Winterzugang Mehlem zur Führung. Köln reagierte mit einem Kopfball von Imad Rondic an den Pfosten (40.). Nur zwei Minuten später führte dessen Schuss zu einem Billard-Eigentor von Götze, der zunächst den Ball mit der Brust an den Pfosten lenkte, ihn dann aber mit der Schulter unfreiwillig ins eigene Tor beförderte.

Nach der Pause drückten die Gäste aufs Tempo und kamen verdient zum 2:1. Der Schuss von Huseinbasic wurde abgefälscht - und damit unerreichbar für Paderborns Torhüter Manuel Riemann. Der Keeper stürmte in den Schlusssekunden mit nach vorne, doch auch der ehemalige Bochumer konnte die Niederlage am Ende nicht abwenden.

Hertha BSC - Karlsruher SC 3:1 (1:0)

Mit dem ersten Heimsieg seit Oktober hat sich Hertha BSC Luft im Abstiegskampf verschafft. Gegen den Karlsruher SC gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl mit 3:1 (1:0). Nach nur einem Dreier aus den vergangenen acht Spielen war der zweite Erfolg in Serie für die Hertha ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Mit 32 Punkten haben die Berliner vorerst neun Zähler Abstand auf den Relegationsplatz.

Wie schon beim 5:1 bei Eintracht Braunschweig schnürte Fabien Reese einen Doppelpack (16. und 47.) und führte seine Mannschaft zum Sieg. Zudem traf der eingewechselte Luca Schuler (89.). Für Karlsruhe traf Marvin Wanitzek per Foulelfmeter (55.). Die Karlsruher stehen im Tabellen-Niemandsland. Mit 37 Punkten und dem zehnten Platz ist der Klassenerhalt zwar gesichert, doch nach oben dürfte nichts mehr zu holen sein.

Reese brachte die Alte Dame per Traumtor in Führung. Von der Strafraumkante traf der 27-Jährige sehenswert ins linke Eck. Was wie der Auftakt zu einer ereignisreichen Partie aussah, ebbte schnell wieder ab. Die restliche halbe Stunde der ersten Halbzeit verlief weitgehend ereignislos, wenn auch mit Vorteilen für die Herthaner.

Nach der Pause jubelte wieder Reese. Nach einem missglückten Rückpass von Marcel Franke auf Keeper Max Weiß landete der Ball vor Reeses Füßen, der ihn über Marcel Beifus ins leere Tor lupfte. Der KSC, der lange überhaupt nicht ins Spiel fand, schöpfte nach dem 1:2 durch Kapitän Wanitzek noch einmal Hoffnung.

Hannover 96 - 1. FC Magdeburg 0:0 (0:0)

Hannover 96 und der SC Magdeburg haben sich auf dem Weg in die absolute Spitzengruppe gegenseitig blockiert. Die Teams trennten sich am 27. Spieltag torlos im Verfolgerduell und bleiben damit punktgleich. Hannover hat mittlerweile elf Partien in Folge nicht verloren.

Die Gastgeber drängten auf die frühe Führung, konnten aber gleich mehrere gute Chancen in der Anfangsphase nach Eckbällen nicht nutzen. Nach 20 Minuten kamen die Magdeburger besser in die Begegnung. Ein Tor gelang im ersten Abschnitt aber keiner Mannschaft.

Zu Beginn der zweiten Hälfte blieb das Spiel hart umkämpft. Nach einer knappen Stunde übernahmen die Gäste das Kommando. Die beste Chance in dieser Phase vergab allerdings Phil Neumann auf der Gegenseite (63.). Der 96-Innenverteidiger traf die Latte.

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