Zuletzt war Teenager Noel Urbaniak als Balljunge einer der drei Hauptdarsteller eines kuriosen Tors der Nationalmannschaft. In der Bundesliga könnten die Regeln für Ballkinder strenger werden.
Beim Nations-League-Rückspiel zwischen Deutschland und Italien schreibt einer eine Heldengeschichte, von dem man es gar nicht erwartet hätte: Der hellwache Balljunge Noel Urbaniak gab DFB-Kapitän Joshua Kimmich geistesgegenwärtig den Ball, damit dieser schnell auf Jamal Musiala legen konnte. Der stand ganz allein im Fünfmeterraum, der von den Italienern um Keeper Gianliugi Donnarumma für eine kurzfristige Diskussion nahe dem Elfmeterpunkt verlassen worden war.
Musiala hatte die vom Balljungen Urbaniak so gedankenschnell eingeleitete, nicht sonderlich präzise Kimmich-Ecke im Rückwärtslaufen zu dem fortan als Jahrhunderttor bezeichneten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 3:3 im Dortmunder Westfalenstadion verwandelt. Das Tor hatte international für Erheiterung gesorgt und Italiens Trainer Luciano Spalletti einen italienischen Satire-Preis, den Goldenen Tapir, beschert.
Doch einem Medienbericht zufolge soll zumindest in Deutschland der Erfolg des Balljungen sich nicht wiederholen: Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Bild" übereinstimmend berichten, habe die Deutsche Fußball Liga (DFL) sich in dieser Woche mündlich auf neue einheitliche Regeln geeinigt.
So sollen die Ballkinder künftig wie in der Premier League agieren und nicht mehr direkt mit den Spielern per Ballwurf Kontakt aufnehmen können. Im Mutterland des Fußballs werden die Bälle den Spielern nicht zugeworfen, sondern auf extra Hütchen abgelegt. Dadurch soll es keinen Heimvorteil geben. Laut der Zeitungen existiert das englische Modell bereits auch in Deutschland: in Augsburg, Hoffenheim, Kiel und Leverkusen.
Der 15-jährige Balljunge Urbaniak hatte es nach seinem Ballwurf zu erklecklichem Ruhm gebracht. Er sprach später davon, dass auf seinem Tiktok-Kanal die Followerzahlen hochgeschnellt seien. "Ich kriege die ganze Zeit Nachrichten wie 'Noel, du Macher'‚ 'Deutschland hat deinetwegen gewonnen'. Ich musste mich kaputtlachen. … Krass, was daraus geworden ist. Ganz Deutschland kennt mich jetzt", sagte der Schüler nicht ohne Stolz bei RTL/ntv. Er könnte damit der letzte Balljunge sein, dem ein derartiges Glück widerfahren ist.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke