Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl kündigt wegen des enttäuschenden Saisonverlaufs beim BVB eine härtere Gangart an. „Wir brauchen jetzt Männer, die Lust auf Herausforderungen haben, die angriffslustig sind und sich nicht verstecken. Das wollen die Fans sehen, das sind wir ihnen schuldig“, sagte Kehl in einem Interview der „Ruhr Nachrichten“. „Wir werden ganz genau hinschauen, wer diesen Kurs mitgeht.“
Die Klubchefs prüfen laut Kehl, „auf welche Spieler Borussia Dortmund auch in Zukunft bauen kann. Wer nimmt diese Situation jetzt an? Wer stellt sich auch in den Wind und wer übernimmt jetzt Verantwortung?“
Nicht nur für den Klub stehen wichtige Wochen an, sondern auch für jeden einzelnen Spieler, sagte der 45-Jährige. Den Dortmundern droht erstmals seit 2015 das Verpassen der Champions League. Bei der Borussia könnte es im Sommer einen größeren Umbruch geben. Beim BVB läuft nach der Saison allerdings kein Vertrag aus.
„In der Bundesliga auf Platz elf zu stehen, ist sehr, sehr unbefriedigend. Für unsere Fans, für den Klub, für die Mannschaft und auch für mich persönlich“, sagte der 45-Jährige.
BVB geht als Außenseiter in das Spiel gegen Mainz
Kehl betonte, dass die Profis um ihre Zukunft beim BVB spielen: „Unsere Mannschaft hat mehrfach für bittere Enttäuschung gesorgt. Sie ist für ganz andere Erwartungen und Ansprüche zusammengestellt. Wir haben einen der teuersten Kader der Bundesliga, und dem werden wir nicht gerecht.“
Der BVB empfängt am Sonntag (17.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) das Überraschungsteam Mainz 05. Die Mainzer rangieren in der Tabelle satte zehn Punkte vor Dortmund und könnten in ihrer 19. Bundesliga-Spielzeit am Saisonende erstmals vor der Borussia landen. Vor einem direkten Duell hinter den Mainzern standen die Borussen letztmals zuvor vor 10 Jahren im Februar 2015 (damals war Mainz auf Rang 13, Dortmund 16.). In die anstehende Partie gehen sie ungewohnt als Außenseiter.
Mainz und Dortmund gingen nach 15 Spieltagen punktgleich als 5. und 6. in die Winterpause, danach trennten sich die Wege der Klubs. Während die Mainzer in den elf Spielen dieses Jahres 20 Zähler einsammelten, waren es beim BVB nur zehn. Keine Mannschaft verlor nach der Winterpause öfter als die Borussia (siebenmal).
Allein unter dem Anfang Februar verpflichteten Niko Kovac gingen die Dortmunder in der Bundesliga in vier der sechs Partien als Verlierer vom Platz. Der Kroate unterlag damit in 67 Prozent der Ligaspiele und hat die dritthöchste Niederlagen-Quote aller BVB-Trainer (höher war sie nur bei Jürgen Röber und Timo Konietzka). In sechs Bundesliga-Spielen unter Kovac wuchs der Rückstand auf Platz vier von vier auf zehn Punkte an.
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