US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin sollen sich bei ihrem mit Spannung erwarteten Telefonat auch über die Austragung von Eishockeyspielen in ihren Ländern unterhalten haben. Die Idee ist, Partien mit Spielern aus der nordamerikanischen Profiliga NHL und der russisch geprägten KHL auszutragen.
Nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP soll die National Hockey League von den Plänen erst nach dem Telefonat erfahren haben. Es sei unangemessen, sich zu diesem Zeitpunkt dazu zu äußern, teilte die Liga mit.
Eishockey-Teams aus Russland sind bei Wettbewerben des Weltverbands IIHF nach wie vor ausgeschlossen. Grund ist nach Angaben der Dachorganisation die derzeitige Sicherheitslage. In der NHL indes sind russische Profis spielberechtigt.
Russische Angriffe gehen nach Telefonat von Trump weiter
Das Telefonat von Trump und Putin war das zweite seit der Rückkehr des Republikaners ins Weiße Haus am 20. Januar. Dabei ging es in erster Linie um eine Waffenruhe in der von Russland vor drei Jahren angegriffenen Ukraine.
Das Gespräch brachte aus Sicht des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius (SPD) keine große Wende, er hat die Vereinbarung von Trump und Putin als „Nullnummer“ kritisiert. Demnach sollten die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen für 30 Tage ausgesetzt werden. Dies bedeute eigentlich gar nichts, weil die Energieinfrastruktur in der Ukraine ohnehin am besten geschützt sei, sagte Pistorius im ZDF-„Morgenmagazin“. Er verwies darauf, dass die russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine nach dem Telefonat Trumps mit Putin nicht nachgelassen hätten.
„Die Frage ist doch“, sagte der Vize-Chefredakteur der „Bild“ und Ukraine-Intimkenner Paul Ronzheimer bei WELT TV, „wie es sich weiterentwickeln wird. Wird Trump irgendwie doch Druck ausüben, hat er es vielleicht in dem Telefonat bereits getan, aber nicht öffentlich gesagt? Vieles spricht dagegen. Denn in diesem Telefonat, was der Kreml und die USA mitgeteilt haben, ist dann plötzlich von gemeinsamen Eishockey-Spielen die Rede. Das muss man sich mal vorstellen, wie das bei den Ukrainern ankommt, die Väter verloren haben, Kinder verloren haben, Freunde verloren haben und täglich angegriffen werden. Und Donald Trump, der mächtigste Mann der Welt, spricht mit Putin, der dafür verantwortlich ist, über Eishockey-Spiele ...“
Zuletzt hatten Trump und der Kremlchef am 12. Februar miteinander telefoniert. Trump hat seit seinem Amtsantritt den Kontakt zu Russland intensiviert, nachdem zwischen Washington und Moskau unter Trumps Amtsvorgänger Joe Biden wegen des russischen Angriffskriegs die Beziehungen weitgehend auf Eis lagen.
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