Mit zwei späten Toren hat Hannover 96 spektakulär beim FC Schalke 04 gewonnen und bleibt an den Aufstiegsplätzen der Zweiten Bundesliga dran. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter bezwang den Revierclub 2:1 (0:1). Jannik Rochelt in der 87. Spielminute und Havard Nielsen eine Minute später drehten die Partie noch zugunsten der Niedersachsen. Durch den Sieg rückten die 96er zumindest vorerst bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran. Schalke steckt dagegen im Mittelfeld der Tabelle fest. Christopher Antwi-Adjei hatte die Gelsenkirchener in Führung gebracht (27.).
Auf Hannover kommen trotz des Sieges unruhige Tage zu. Weil sich Vereins- und Kapitalseite bislang nicht auf einen neuen Geschäftsführer einigen konnten, ist die Lizenzerteilung für die kommende Saison in Gefahr. Die 96er brauchen einen Geschäftsführer, der bis Montag den Lizenzantrag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) einreicht.
62.077 Zuschauer in der Schalker Arena mussten sich lange bis zum ersten gefährlichen Torabschluss gedulden. Der saß dann allerdings direkt. Ein Schuss von Mehmet Can Aydin wurde so abgefälscht, dass der Ball genau zu Antwi-Adjei sprang. Der 31-Jährige traf aus kurzer Distanz.
Die 96er, die Breitenreiter nach dem 1:1 im Derby gegen Eintracht Braunschweig gleich auf acht Postionen verändert hatte, mühten sich um eine schnelle Antwort. Enzo Leopold war bei einer guten Gelegenheit jedoch zu eigensinnig und verpasste den Ausgleich. Auf der Gegenseite hatte Ron Schallenberg mit einer artistischen Flugeinlage die Chance zum 2:0, scheiterte aber an Ron-Robert Zieler im 96-Tor.
Schalke hatte weitere Möglichkeiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden, nutzte diese aber nicht. Das rächte sich. Die eingewechselten Rochelt und Nielsen ließen die mitgereisten Hannover-Fans jubeln. Schalkes Torwart Loris Karius machte beim zweiten Gegentreffer keine gute Figur: Er wollte den Ball wegfausten, schlug aber am Spielgerät vorbei. Schalke war schockiert, Hannover jubelte.
Auch der Hamburger SV hatte Freitagabend Grund zum Jubel. Der Traditionsklub festigte seine Tabellenführung und verabreichte den Aufstiegsambitionen des 1. FC Magdeburg einen Dämpfer. Im Spitzenspiel gewannen die Hamburger vor 27.270 Zuschauern gegen den FCM 3:0 (2:0). Ransford Königsdörffer (9. Minute) und Marcus Mathisen (15., Eigentor) lenkten die Partie frühzeitig in die von den Hamburgern gewünschten Bahnen. Erneut Königsdörffer (53.) mit seinem elften Saisontor entschied die Partie frühzeitig.
Mit einer Demonstration seiner gegenwärtigen Klasse machte der HSV allen Bemühungen der Gastgeber von der ersten Minute an einen Strich durch die Rechnung. Vor allem Königsdörffer, der den gesperrten Davie Selke vertrat, bekamen die Magdeburger nicht unter Kontrolle. Bereits vor seinem 1:0 hatte er eine sehr gute Möglichkeit, das Eigentor provozierte er mit einem Solo auf dem linken Flügel und einer scharfen flachen Eingabe.
Robert Glatzel feiert Comeback
Auch nach der Führung blieb der HSV die spielbestimmende Mannschaft, zog sich aber nach einer halben Stunde zurück und gestattete danach den Magdeburgern mehr Spielanteile. Bis auf eine Chance von Livan Burcu (33.) sprang aber nichts Nennenswertes für die Gastgeber heraus.
Nach der Pause versuchten die Magdeburger mit drei Wechseln noch einmal Druck zu erzeugen. Doch genau in diese Phase hinein konnte Königsdörffer wieder die FCM-Abwehr nach Belieben viel zu simpel austanzen und ins kurze Eck einschieben. Von da an plätscherte das Spiel dem Ende entgegen, die Gastgeber mühten sich, der HSV beschränkte sich auf das Verteidigen und gelegentliche Konter, von denen Königsdörffer (68.) einen noch an den Außenpfosten setzte. In der 88. Minute gab Robert Glatzel nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback bei den Norddeutschen.
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