Am Hamburger Flughafen fallen nach Angaben einer Sprecherin heute alle weiteren Flüge aus. Grund sei ein Warnstreik. „Aus diesem Grund ist der Flughafen ab sofort geschlossen“, teilte der Airport mit. Heute waren dort ursprünglich 144 Ankünfte und 139 Abflüge geplant, davon konnten den Angaben zufolge Sonntagmorgen nur rund zehn Flüge stattfinden. Die restlichen Abflüge und Ankünfte für den Tag seien gestrichen.

Ursprünglich sollte der Warnstreik am Hamburger Flughafen am Sonntagabend mit der Nachtschicht beginnen und bis zum Ende der Spätschicht am Montag andauern. Bundesweit hat Verdi für Montag zu Warnstreiks an 13 deutschen Flughafen aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifstreit mit Bund und Kommunen, in dem Mitte März die nächste Verhandlungsrunde ansteht.

Man sei entsetzt, wie rücksichtslos Verdi vorgehe, sagte Airport-Sprecherin Katja Bromm. „Die Gewerkschaft legt den Flughafen lahm – und das ohne Ankündigungsfrist genau am Anfang der Hamburger Frühjahrsferien. Damit schadet Verdi vor allem den Menschen.“ Es sei für sie unzumutbar, in welcher Frequenz die Gewerkschaft den Hamburger Flughafen mit Streiks überziehe. „Der Streik sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein und nicht das erste, bevor man überhaupt miteinander spricht.“

Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte zu dem Warnstreik: „Der Streik war notwendig, damit die Streikwirkung auch wirklich gespürt wird.“ Bei Arbeitsniederlegungen mit Ankündigungen ergreife der Flughafen Maßnahmen und setze etwa Streikbrecher ein. Man wisse um die Auswirkungen für Flugreisende, aber die Arbeitgeber müssten nun ein Angebot vorlegen.

Insgesamt elf Flughäfen betroffen

Nach Angaben des Flughafenverbands ADV werden insgesamt mehr als 3400 Flüge ausfallen. Rund 510.000 Passagiere könnten ihre geplante Reise dadurch nicht antreten. Mit dem Streik werde „ein ganzes Land vom Luftverkehr abgeschnitten“, kritisierte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Er sprach von „einer neuen Dimension“ von Arbeitsniederlegungen und einem „Horrorszenario“ für die betroffenen Fluggäste.

Mit den Warnstreiks an den Flughäfen will Verdi den Druck auf den Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Von den Arbeitskämpfen betroffen sind am Montag demnach die Flughäfen München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Hamburg, Berlin/Brandenburg und Leipzig/Halle.

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