Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass die Beitragsgelder in der Kranken- und Pflegeversicherung unwirtschaftlich verwendet und vergeudet werden. Bei der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des AOK-Bundesverbandes, die dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Donnerstag) vorliegt, stimmten 70 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Beitragsgelder „zu wenig effizient eingesetzt werden und zu viel Geld verschwendet“ werde.
20 Prozent hätten ausgesagt, das Geld der Versicherten werde „im Großen und Ganzen wirtschaftlich eingesetzt“. Zehn Prozent hätten mit „weiß nicht“ geantwortet oder keine Angabe gemacht
86 Prozent der Befragten erwarten laut der Umfrage, dass die Beiträge für die beiden Sozialversicherungen in diesem oder im nächsten Jahr weiter steigen. Durch die Beitragssatzsteigerungen zum Jahresanfang fühle sich fast jeder Zweite „sehr“ oder „eher“ belastet (17 und 29 Prozent).
AOK-Verbandschefin Carola Reimann forderte CDU, CSU und SPD auf, in ihren laufenden Koalitionsverhandlungen Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge zu beschließen. „Seit Jahren lässt man die Sozialversicherungsbeiträge laufen und dehnt die Belastungsgrenzen der gesetzlich Versicherten aus. Das darf nicht so weitergehen“, sagte sie dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Nötig seien eine Drosselung der Ausgaben sowie mehr Koordination und Effizienz in der Kranken- und Pflegeversicherung. Es versickere zu viel Beitragsgeld in veralteten und unkoordinierten Strukturen.
Die Umfrage sei laut AOK telefonisch unter 1.000 Befragten ab 18 Jahren zwischen dem 19. und 27. März 2025 vorgenommen worden.
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