Hierzulande sind sie kaum zu sehen, doch weltweit rollen zunehmend chinesische BYD-Autos über die Straßen. Im ersten Quartal legt der Absatz überaus deutlich zu. In Europa will der E-Autobauer weiter wachsen.
Der chinesische Autobauer BYD meldet einen Millionenabsatz und damit verbunden einen starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Monaten des Jahres verkaufte BYD insgesamt 1.000.804 Fahrzeuge, wie aus der neuesten Mitteilung an die Börse in Hongkong hervorging. Das sind 59,8 Prozent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Zu den Erlösen teilte BYD nichts mit.
Der Anteil der Privatfahrzeuge an den Verkäufen ist weiter dominant: 986.098 Autos rechnet BYD diesem Segment zu, das sind 57,9 Prozent mehr als Januar bis März 2024. Das größte Plus innerhalb dieser Sparte verzeichnete der chinesische Autobauer mit 75,7 Prozent bei den Plug-in-Hybriden (569.710). Die reinen batterieelektrischen Autos legten um 38,7 Prozent zu (416.388). Deutlich gestiegen ist auch der Absatz an Bussen und Nutzfahrzeugen. 14.706 Fahrzeuge entsprechen einem satten Plus von 688,5 Prozent.
Erst vor wenigen Tagen legte BYD die Zahlen für das gesamte Jahr 2024 vor. Der Umsatz stieg bei 4,25 Millionen verkauften Autos um 29 Prozent auf umgerechnet rund 99 Milliarden Euro. Der Gewinn betrug etwa 5,1 Milliarden Euro - ein Plus von rund einem Drittel. Die meisten Fahrzeuge setzte BYD in China ab. Nur rund 10 Prozent gingen ins Ausland, berichtete der Hersteller.
BYD will in Europa mehr verkaufen
Das soll sich nun ändern: Das Unternehmen aus dem südchinesischen Shenzhen will in Europa, Südostasien und Südamerika wachsen. Den Grundstein dafür legt es mit zwei neuen Werken in Europa. Eine dritte Produktionsstätte kann sich BYD wohl auch vorstellen, möglicherweise sogar in Deutschland.
Wang Chuanfu, Chef des Autobauers, sprach in chinesischen Medien kürzlich davon, den Absatz auf insgesamt 5,5 Millionen Fahrzeuge erhöhen zu wollen. Der Anteil der Verkäufe in "Überseemärkten" soll bei anvisierten 800.000 Autos deutlich ausgebaut werden.
Angesicht dieser Entwicklung und der Prognose gehen Experten davon aus, dass BYD noch in diesem Jahr Tesla als weltweit führenden E-Auto-Bauer ablösen könnte. Elon Musks Autos verkaufen sich weltweit schlechter, wohl weil Innovationen ausbleiben und sich das Image des Chefs negativ auswirkt.
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