Bei Trade Republic gibt es seit mehreren Stunden Probleme bei der Ausführung von Krypto-Sparplänen. Mehrere Nutzer berichten auf der Plattform X von fehlgeschlagenen Buchungen bei Bitcoin, Etherum, Solana und anderen Kryptowährungen. Auch Gründerszene sind solche Fälle bekannt.

Ein Trade-Republic-Sprecher sagte gegenüber „Business Insider“ (gehört wie WELT zu Axel Springer): „Heute Morgen kam es kurz zu Verzögerungen bei der Ausführung von Krypto-Sparplänen. Nun sind alle Krypto-Sparpläne erfolgreich ausgeführt.“

Inzwischen sind die Buchungen tatsächlich nachgeholt. Allerdings gibt es neben der Nichtausführung offenbar noch ein zweites Problem: Der Sparbetrag wurde teilweise doppelt aus dem Cash-Bestand ausgebucht, aber nur einmal ins Depot eingebucht.

Nutzer bekommen zwar einen schriftlichen Nachweis über nicht stattgefundene Transaktionen. Ob der Betrag doppelt ausgebucht wurde, erkennen aber im ersten Moment nur die Nutzer, die ihren Cash-Bestand genau im Blick behalten.

Nachweisen lässt sich die Differenz dabei nur, indem der aktuelle Cash-Bestand mit dem letzten Kontoauszug verglichen wird.

Immer wieder Probleme bei Trade Republic

Trade Republic hat die Geldanlage mit anderen Neobrokern wie Scalable Capital oder Bitpanda demokratisiert. Käufe und Verkäufe können ganz einfach und zu vergleichsweise geringen Kosten durchgeführt werden.

Durch die Kombination mit einem leicht verständlichen Produkt stiegen die Nutzerzahlen rasant, was zu einer Milliardenbewertung des Neobrokers Trade Republic führte.

Doch immer wieder hat das Unternehmen mit Problemen zu kämpfen. Im Sommer 2024 beschwerten sich Kunden über verzögerte Dividendenzahlungen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg klagte im Februar wegen „irreführender Werbung“ rund um die angebotenen hohen Zinsen.

In der Kritik steht auch immer wieder der Kundenservice. Statt echter Menschen bekommen es Nutzer meist mit automatisierten Chatbots zu tun, die nicht immer zielgerichtet antworten.

Für das Vertrauensverhältnis zwischen Trade Republic und der Kundschaft ist das nicht unbedingt förderlich. Und gerade das ist in der Finanzbranche bekanntlich essenziell.

Dieser Text erschien zuerst bei „Business Insider“

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