US-Präsident Trump will in Kürze hohe Zölle verhängen. Während die Furcht vor einem Handelskrieg wächst und die US-Börsen kräftig verlieren, kaufen Anleger Gold. Ein Ende der Rally scheint nicht in Sicht.

Gold klettert von Rekordhoch zu Rekordhoch, und der Grund für die Rally hat einen Namen: Donald Trump. Investoren stecken angesichts der Zoll-Ankündigungen des US-Präsidenten so viel Geld in Gold wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls schoss am heutigen Dienstag zeitweise auf knapp 3149 Dollar und erreichte damit einen neuen Höchststand. Auch andere in Krisenzeiten populäre Anlageformen erleben einen Boom - Anleger setzen auf US-Staatsanleihen und stocken ihre Cash-Reserven auf.

Der Hintergrund: Für den morgigen Mittwoch hat Trump angekündigt, hohe Zölle gegen Importe aus zahlreichen Ländern zu verhängen, darunter die wichtigsten Handelspartner der USA wie die EU, China und Japan. Noch ist unklar, welche Maßnahmen die US-Regierung tatsächlich ergreifen wird. Dem Vernehmen nach sind breit angelegte, pauschale Zölle in Höhe von 20 Prozent geplant. Trump hatte gedroht, dass von den geplanten Zöllen am von ihm "Tag der Befreiung" genannten Termin kein Land verschont bleibe.

Damit wächst die Gefahr vor einem globalen Handelskrieg. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass diese Zölle und mögliche Gegenmaßnahmen das Wachstum weltweit drücken und zugleich die Inflation befeuern. Viele Investoren suchen deshalb Schutz in "sicheren Häfen" wie Gold.

Kräftiger Anstieg

Seit Jahresbeginn hat sich das Edelmetall um mehr als 18 Prozent verteuert, alleine im März um 10 Prozent. Der "Financial Times" zufolge ist der Preis im ersten Quartal so kräftig gestiegen wie seit 1986 nicht mehr. Rund 19 Milliarden Dollar haben Investoren demnach in diesem Zeitraum in sogenannte Gold-ETFs gesteckt.

Der Goldpreis steigt seit etwa drei Jahren kräftig an, in diesem Zeitraum hat er fast 50 Prozent zugelegt. Bislang waren vor allem Zentralbanken der Kurstreiber. Mit den Goldkäufen wollen sie ihre Reserven unabhängiger vom Dollar machen. Mittlerweile tragen aber Anleger signifikant zur Rally bei. Im Gegenzug fand die Rally an den US-Aktienbörsen ein jähes Ende. Investoren "reduzieren ihre Risiken und wenden sich dem sicheren Hafen Gold zu, um sich gegen die drohende Volatilität ihrer Portfolios abzusichern", sagte Yeap Jun Rong, Marktstratege bei der Bank IG.

Viele Finanzinstitute erhöhen derweil ihre Prognosen für die weitere Entwicklung des Goldpreises. Die Bank UBS geht davon aus, dass Gold am Ende des Jahres 3500 Dollar je Unze kosten könnte.

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