Der Hamburger SV hat die Tabellenführung in der Zweiten Liga überzeugend verteidigt und bleibt in dieser Saison als einziges deutsches Profiteam ohne Heimniederlage. Sechs Tage nach der ersten Auswärtspleite unter Cheftrainer Merlin Polzin gewann die Mannschaft gegen den Mit-Aufstiegskonkurrenten Fortuna Düsseldorf hochverdient mit 4:1 (2:1). Im Vergleich zum 0:2 beim SC Paderborn präsentierte sich der HSV besonders in der Offensive stark verbessert.
Miro Muheim (7. Minute), Torjäger Davie Selke (40.), Adam Karabec (66.) und Otto Stange in der Nachspielzeit trafen für die Gastgeber, die in der Tabelle nun einen Punkt mehr als der 1. FC Köln haben. Dawid Kownacki (18.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für ansonsten schwache Düsseldorfer erzielt.
„Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden können, aber die Mannschaft hat sich dann am Ende ja noch belohnt. Es war ein gutes Spiel, aber es gibt auch immer noch einiges zu verbessern“, sagte Polzin nach dem Sieg.
Polzins Wiedersehen mit Thioune
Die Partie war auch ein Duell von HSV-Trainer Polzin mit seinem Förderer und Freund Daniel Thioune, der 2020/2021 auch den HSV trainierte. Polzins Mannschaft war in dem zum zehnten Mal in der Saison mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion von Beginn an dominierend. In der ersten Halbzeit kamen die Düsseldorfer nur selten aus ihrer eigenen Hälfte.
Muheim belohnte die Bemühungen seiner Mannschaft schon früh mit seinem 28-Meter-Schuss in den Winkel. Danach erspielten sich die Hamburger weitere Chancen durch Selke (10.) und William Mikelbrencis (14.). Der Ausgleich der Fortuna durch Kownacki fiel ebenso überraschend wie unverdient mit dem ersten und lange Zeit einzigen Torschuss der Gäste.
HSV unbeeindruckt vom Ausgleich
Der HSV ließ sich nicht schocken, spielte weiter nach vorn. Adam Karabec (38.) und der überragende Ludovit Reis (38.) vergaben binnen Sekunden die besten Möglichkeiten. Selke erlöste mit seinem 17. Saisontor sein Team noch vor der Pause. 55 sind es für den Tabellenführer nun schon nach 25 Spielen – so viele wie noch für den HSV in der Zweiten Liga.
„Wenn wir Freude am Fußballspielen haben, dann kann auch mal so ein Spiel dabei herauskommen“, sagte Torschütze Muheim. Reis, der überragende Spieler auf dem Platz, sagte: „Wir haben einen guten Plan. Das sagt Merlin auch immer zu uns. Wenn das Gegenpressing funktioniert, dann macht es Spaß und macht es auch im Spiel nach vorn leichter.“
Im zweiten Abschnitt wurde die Partie allerdings offener. Die Düsseldorfer taten mehr für das Spiel nach vorn. Dennoch hatte der HSV weiter gute Gelegenheiten. Die Fortuna war durch Konter aber stets gefährlich.
Isak Jóhannesson (57.) versuchte, aus 40 Metern das leere Tor der Hamburger zu treffen, als Torwart Daniel Heuer Fernandes zu weit aufgerückt war. Doch der Ball flog am Tor vorbei. Als Karabec' für den HSV traf, war die Entscheidung gefallen. Pech für Fortunas guten Keeper Florian Kastenmeier, dass der Ball vom Pfosten gegen seinen Rücken und dann ins Tor flog. Die Krönung war dann das Tor des kurz zuvor eingewechselten Stange zum Endstand.
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