Überfallene Züge mit Fans der Gästemannschaft, zerstörte Sanitäranlagen bei Auswärtsspielen, demolierte Fanblocks – die Anhänger von Hansa Rostock sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Ärger. Zuletzt randalierten sie beim Auswärtsspiel in Aachen und verursachten einen Sachschaden in Höhe von 50.000 Euro.
„Der Schaden ist wirklich enorm, das hat nichts mit Fußball zu tun. Das ist jetzt das erste Mal in diesem Ausmaß vorgekommen, einen größeren Schaden hatten wir noch nicht“, sagte Aachens schockierter Geschäftsführer Sascha Eller und kündigte an, die Rechnung nach Rostock zu schicken.
Auch aus der Politik werden jetzt Forderungen laut, endlich Maßnahmen gegen die randalierenden Fans zu ergreifen. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel hat sich als Reaktion auf die wiederholten Ausschreitungen von Hansa-Rostock-Fans für personalisierte Eintrittskarten bei Fußballspielen ausgesprochen.
„Zielführend wäre es, wenn in den ersten drei, vier Ligen nur noch personalisierte Tickets verkauft würden. Das ist kein Hexenwerk, bei jedem Musikkonzert findet das statt. Die Vereine wollen das bisher nicht mitgehen, auch weil es für sie mit Kosten verbunden ist“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der „Ostsee-Zeitung“.
Partie in Essen ist wieder einmal ein Hochrisikospiel
Am Sonntag (19.30 Uhr/MagentaSport) tritt der FC Hansa in der 3. Liga bei Rot-Weiss Essen an. Das Spiel findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt, weil Rostocker Fans vor dem Hinspiel einen Zug mit RWE-Anhängern überfallen hatten und die Bundespolizei erst im März mehrere Razzien in beiden Fanlagern durchführte.
Einen Imageschaden für das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern fürchtet Pegel durch die regelmäßigen Schlagzeilen über Hansa-Anhänger aber nicht.
„In dem Moment, wo sie auftreten, werden sie deutlich negativ mit dem Verein verbunden und sehr stark auch mit der Stadt. Ich befürchte, dass das Rostock viel mehr Schaden zufügt als dem Land“, sagte der Politiker. „Umgekehrt bin ich guter Dinge, dass die Menschen außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns wahrnehmen, dass es viele andere Seiten in diesem Land gibt und dass es am Ende nur eine kleine Truppe von Gewaltbereiten ist.“
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