Eine einzige Torchance hatten sie nach der Pause. Einen harmlosen Kopfball gab Leverkusens Victor Boniface in der zweiten Halbzeit des Halbfinals im DFB-Pokalfinals ab. Es war die einzige Möglichkeit für den amtierenden deutschen Meister in Bielefeld. Nach einem blamablen Auftritt verliert Leverkusen im Halbfinale 1:2 bei Arminia Bielefeld und fliegt völlig verdient aus dem DFB-Pokal.

Der Titelverteidiger war dem Drittliga-Klub in allen Belangen unterlegen. Nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch. Die Arminia war nach der Pause dem dritten Tor als Leverkusen dem Ausgleich. Zumeist bolzten die Bayer-Verteidiger den Ball planlos nach vorn, was für die kämpferisch auftretenden Bielefelder immer eine leichte Beute war.

Die peinliche Pleite in Bielefeld ist auch für Trainer Xabi Alonso eine große Niederlage. Nach dem rauschenden Double der vergangenen Saison deutet dieses Jahr alles auf eine Spielzeit ohne Titel hin. In der Champions League ist das Team im Achtelfinale ausgeschieden, und in der Bundesliga liegt Bayer sechs Punkte hinter dem FC Bayern.

„Wir müssen ganz ehrlich sein: Bielefeld ist verdient weiter und verdient im Finale. Wenn wir darüber reden, haben wir eine Menge heute falsch gemacht. Wir haben alles vermissen lassen, wo wir stark sind. Bielefeld hat es viel besser ausgespielt“, sagte Leverkusens Mittelfeldspieler Robert Andrich. Vorn habe Bayer keine Zweikämpfe gewonnen, hinten leichte Fehler gemacht: „So gewinnst du gegen keine Mannschaft der Welt. Das ist auf jeden Fall das mit Abstand schlechteste Spiel der Saison gewesen. Es war aber auch das wichtigste. Wir haben es verkackt.“

„Es war zu wenig, keine Frage“

Ohne ihren verletzten Superstar Florian Wirtz fehlte den Leverkusenern in der Offensive die Durchschlagskraft. Bayer wirkte seltsam uninspiriert und leistete sich hinten ungewohnte Unaufmerksamkeiten.

„Es war zu wenig, das ist keine Frage. Die Intensität und die Präsenz in den Zweikämpfen war zu wenig. Du musst zeigen, dass du mehr Qualität hast. Bielefeld hat es einfach und konsequent gemacht. Sie sind konsequent auf die zweiten Bälle gegangen. Wir haben uns das natürlich ganz anders vorgestellt. Für die Meisterschaft ändert dieses Spiel nichts. Wir werden weiter Gas geben und versuchen an die Bayern ranzukommen“, sagte Leverkusens Sportchef Simon Rolfes.

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