Der FC St. Pauli feiert sich und die Unterstützung einer besonderen Persönlichkeit des deutschen Fußballs. Der Aufsteiger der Bundesliga hat eine Genossenschaft an seiner Seite, welche die Mehrheit am Millerntor-Stadion übernehmen soll. Bereits mehr als 19.000 Menschen sind Vereinsangaben zufolge Mitglied der Genossenschaft geworden – und nun auch Uli Hoeneß.

Bei einem Besuch von Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, in München zeichnete Hoeneß im Genossenschafts-T-Shirt Anteile. Hoeneß gehört jetzt also ein kleiner Teil des FC St. Pauli. „Aus dem Retter ist somit ein Genosse geworden“, schreibt St. Pauli auf seiner Internetseite. Die beiden Klubs treten Samstag (15.30 Uhr, Sky) in der Bundesliga in München gegeneinander an.

Göttlich dankte Hoeneß laut des Berichtes des Klubs für die Unterstützung. Der FC St. Pauli freue sich, mit seinem Modell auch den Ehrenpräsidenten des Rekordmeisters überzeugen zu können. Bei allen Unterschieden zwischen den Klubs sei das Verhältnis von Respekt geprägt. Auch die Freundschaft zwischen den Ultra-Gruppen zeige, dass es entscheidend sei, nicht Unterschiede zu betonen, sondern Gemeinsamkeiten.

Aktion des FC St. Pauli endet Ende März

Bis zum 31. März können Interessierte Anteile an der Genossenschaft zeichnen. Bislang sind den Angaben des Klubs zufolge Anteile im Wert von mehr als 23,5 Millionen Euro erworben worden. Im April wird der Vorstand der FCSP eG 2024 alle offenen Bestellungen, die bis Ende März noch eingehen, bearbeiten sowie eine Bilanz ziehen. Diese will der Klub Anfang Mai den Mitgliedern der Genossenschaft präsentieren.

Hoeneß hat dem FC St. Pauli schon einmal geholfen und pflegt seit Jahren ein gutes Verhältnis zu dem Klub. Im Jahr 2003 war der FC Bayern zum legendären „Retterspiel“ ans Millerntor gekommen, um den Hamburger Klub in dessen finanzieller Not zu helfen. Die Bayern verzichteten damals auf sämtliche Einnahmen aus dem Spiel am ausverkauften Millerntor.

Julien Wolff ist Sportredakteur. Er berichtet für WELT seit vielen Jahren aus München über den FC Bayern und die Nationalmannschaft sowie über Fitness-Themen. Gegen den FC St. Pauli wird er im Münchner Stadion sein.

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