Das war ein Tor für die Jahresrückblicke: Deutschlands Treffer zum 2:0 im Nations-League-Viertelfinale gegen Italien ging selbst für das TV-Signal etwas zu schnell. Als bei der Live-Übertragung der Partie in Dortmund noch eine Wiederholung eines Kopfballs von Tim Kleindienst zu sehen war, lag der Ball bereits im Tor – der Treffer zählte.
Was war passiert? Antonio Rüdiger hatte aus halbrechter Position an den ersten Pfosten geflankt, wo sich Tim Kleindienst hochschraubte und wuchtig auf das kurze Eck köpfte. Italiens Torwart Gianluigi Donnarumma wehrte mit einer tollen Parade den Versuch noch über den Querbalken, es gab Ecke.
Und Donnarumma hatte Redebedarf. Er verließ seinen Fünfmeter-Raum, um seine zu lasch verteidigenden Mitspieler zurechtzuweisen. Der Torwart gestikulierte, schimpfte und rechnete nicht damit, dass die Gegner dies ausnutzen sollten. Was nun geschah, beschrieb Lothar Matthäus später in der Pause so: „Ich bin lange genug dabei, aber so etwas habe ich noch nie gesehen. Die Italiener reden und diskutieren, ein Kompaktversagen.“
Ein Trikot für den Balljungen, bitte
Während Donnarumma die Kollegen zurechtwies, eilte Joshua Kimmich zur Eckfahne und winkte einem Balljungen zu, der sofort verstand und Kimmich passgenau einen Ball zuwarf. Der Kapitän, der zuvor schon per Elfmeter zum 1:0 getroffen hatte, legte den Ball auf den Rasen und spielte die Ecke flach in die Mitte, wo Bayern-Kollege Jamal Musiala komplett frei stand und ins leere Tor vollenden konnte.
Auf dem Platz jubelten die deutschen Spieler, draußen wurde der Balljunge abgeklatscht, der einen entscheidenden Anteil an diesem Treffer der DFB-Elf hatte. Man müsse ihm nach dem Spiel ein Trikot der Nationalmannschaft zukommen lassen, befand RTL-Moderator Florian König.
Dieser Forderung wird der Deutsche Fußball-Bund sicherlich gern nachkommen. Auf dem offiziellen Account der Nationalmannschaft schrieb der Verband schon während des Spiels: „Eckball - weltklasse! Jamal - weltklasse! Der Balljunge - weltklasse!“
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